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Ein einzigartiges Natur- und Kulturdenkmal

Die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge zählt mit ca. 160.000 Hektar zu den letzten weitgehend unzerschnittenen Niederungsgebieten Europas. Durch die reiche Naturausstattung und die große biologische Vielfalt ist sie eine der herausragenden Landschaften des Landes.

Die Region wurde über die Jahrtausende durch die Kraft des Wassers und schließlich durch den Menschen – in seinem Kampf gegen das immer wieder in seinen Lebensraum vordringende Wasser – geprägt. Die tideabhängigen Wasserschwankungen und Sturmfluten der Nordsee reichten weit bis in die Flusslandschaft hinein. Durch Vermoorungen und Überschlickungen mit Gezeitensedimenten entwickelte sich ein weitläufiges Niederungsgebiet. Es wird nur von einigen herausragenden saaleeiszeitlichen Geestinseln, den sogenannten Holmen, unterbrochen. Nach den Sturmfluten des Mittelalters (1362 und 1634) setzten in meeres- und flussnahen Bereichen erneut feinsandige Aufschlickungen ein, während in flussferneren Gebieten aufgrund des hohen Grundwasserstandes Torfablagerungen entstanden.

Im 17. Jahrhundert schließlich ließen sich holländische Remonstranten auf Einladung von Herzog Friedrich III in Schleswig-Holstein nieder und gründeten das nach ihm benannte Friedrichstadt. Den erfahrenen Wasserbauern gelang es, das regelmäßig überschwemmte Marschenland trockenzulegen und landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Entwässerungsgräben und Siele, Schleusen und Schöpfwerke hielten die Pegel niedrig und der Grundwasserspiegel sank. Trotz des dadurch bedingten Verlustes wertvoller Moorflächen konnte die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge einen großen Teil ihrer Ursprünglichkeit bewahren. An einigen Stellen setzt sich zudem der Naturschutz für die Renaturierung ein. So ist die Region heute beides: Ein Natur- und ein Kulturdenkmal.

 

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